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Vorschriften

Vorschriften zur kristallinen Kieselsäure auf Baustellen: was sich ändert

Aktuelle Pflichten zur kristallinen Kieselsäure im Baugewerbe: Beurteilungsmaßstab Quarz, Absaugung (mindestens Klasse M, empfohlen Klasse H), Präventionsmaßnahmen und Sept Tools Lösungen zur Erfassung an der Quelle.

Von Sept Tools • • 9 Min. Lesezeit
Sept Tools IU40 Sauger mit sekundärem Schwebstofffilter H14

Kristalline Kieselsäure ist eine große Gefahr für die Gesundheit auf Baustellen. Sie kommt in Beton, Granit, Sandstein und den meisten Mörteln vor und wird beim Schleifen, Meißeln und Sägen als atembare Feinstaubpartikel freigesetzt.

Die Vorschriften wurden in den letzten Jahren erheblich verschärft. Dieser Leitfaden fasst die aktuellen Pflichten und Präventionslösungen zusammen.

Was macht kristalline Kieselsäure auf der Baustelle so gefährlich?

Kristalline Kieselsäure ist gefährlich, weil Quarzfeinstaub mit weniger als 5 Mikrometern tief in die Lunge eindringt und dort eine irreversible Lungenfibrose (Silikose) verursacht. Er dringt tief in die Lunge ein und verursacht langfristig Silikose: eine irreversible Lungenfibrose. Quarzfeinstaub ist zudem als erwiesen karzinogen eingestuft (IARC-Gruppe 1).

Beim Betonschleifen ohne Absaugung wird atembare kristalline Kieselsäure deutlich über dem Beurteilungsmaßstab freigesetzt.

Welcher Rechtsrahmen gilt aktuell für kristalline Kieselsäure?

Beurteilungsmaßstab: der Grenzwert

Der Beurteilungsmaßstab der TRGS 559 für Quarz (A-Staub) beträgt 0,05 mg/m³ über 8 Stunden. Die Richtlinie (EU) 2017/2398 setzt EU-weit 0,1 mg/m³ fest, Deutschland liegt also darunter.

Welche Pflichten hat der Arbeitgeber?

  1. Gefährdungsbeurteilung: exponierte Arbeitsplätze identifizieren und Staubbelastung messen
  2. Substitution: stauberzeugende Verfahren ersetzen, wenn möglich
  3. Kollektiver Schutz: Quellenabsaugung, belüftete Einhausung, Nassverfahren
  4. Individueller Schutz: FFP3-Masken als Ergänzung (nie als Ersatz)
  5. Arbeitsmedizinische Vorsorge: verschärfte Überwachung für alle exponierten Beschäftigten
  6. Unterweisung: Information der Mitarbeiter über Risiken und Präventionsmaßnahmen

Warum empfehlen wir Klasse H bei der Quellenabsaugung?

Die TRGS 559 verlangt bei der Quellenabsaugung mindestens die Staubklasse M (99,9 %). Klasse H ist dort keine allgemeine gesetzliche Pflicht. Wir empfehlen einen Sauger der Klasse H (EN 60335-2-69), weil er 99,995 % der Partikel über 0,3 Mikrometer zurückhält und damit die höchste Filterstufe bietet.

Bei Asbest oder bei hoher Staublast verschafft Klasse H zusätzliche Sicherheit.

Welche Präventionslösungen stehen auf der Baustelle zur Verfügung?

1. Trockenschleifen mit Absaugung Klasse H

Die gängigste und effektivste Methode. Der Schleifer ist über einen Schlauch mit dem Klasse-H-Sauger verbunden. Der Staub wird an der Quelle erfasst, bevor er sich in der Umgebungsluft verteilt.

Der Sept Tools IU33 Longopac ist ein Klasse-H-Sauger mit kontinuierlichem Longopac-Beutelsystem. Der Bediener beruht den Staub nie: Beutel zubinden, abschneiden, neuen abrollen.

Reicht Nassschleifen als Alternative aus?

Nassschleifen reicht als vollwertiger Ersatz nicht aus: Die Methode reduziert die Staubbelastung erheblich, bindet den Staub jedoch nur als Schlamm am Boden und erzeugt dabei flüssige Abfälle. Diese Methode reduziert die Staubbelastung erheblich, erzeugt jedoch flüssige Abfälle.

3. Quellenerfassung (Haube, Absaugring)

Einige Schleifer integrieren einen Absaugring um den Teller, der die staubbeladene Luft zum Schlauch leitet.

Welche wirtschaftlichen Folgen drohen bei Nichtbeachtung?

Nichtbeachtung setzt den Arbeitgeber folgenden Risiken aus: Baustellenstilllegung, Geldbuße, erhöhte BG-Beiträge und Schadenersatzansprüche von Beschäftigten mit Silikose.

Die Sept Tools Lösung

  • Bürstenlose Schleifer: kompatibel mit Quellenabsaugung, 59 bis 64 dB(A) Geräuschpegel je nach Schleifer (Wert aus seiner Anleitung)
  • IU33 Longopac: Klasse-H-Sauger mit kontinuierlichem Beutelsystem
  • IU40: kompakter Sauger mit sekundärem Schwebstofffilter H14, für mobile Baustellen

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Häufig gestellte Fragen

Welcher Grenzwert gilt für kristalline Kieselsäure?
Der Beurteilungsmaßstab der TRGS 559 für Quarz (A-Staub) liegt bei 0,05 mg/m³ über 8 Stunden. Er ist strenger als der EU-Grenzwert der Richtlinie (EU) 2017/2398 von 0,1 mg/m³ und bezieht sich auf kristalline Kieselsäure in Quarzform.
Ist eine Absaugung der Klasse H beim Betonschleifen Pflicht?
Nicht allgemein. Beim Schleifen, Hobeln und Meißeln von Beton wird atembare kristalline Kieselsäure freigesetzt, deshalb ist eine Quellenabsaugung vorgeschrieben. Die TRGS 559 verlangt dafür mindestens die Staubklasse M. Wir empfehlen Klasse H (Filtration >= 99,995 %), die höchste Filterstufe.
Welche Strafen drohen bei Nichtbeachtung?
Dem Arbeitgeber drohen strafrechtliche Sanktionen (Geldbuße, ggf. Freiheitsstrafe bei Gefährdung), verwaltungsrechtliche Sanktionen (Anordnung, Baustellenstilllegung) und erhöhte Beitragsleistungen zur Berufsgenossenschaft.
Befreit Nassschleifen von der Absaugungspflicht?
Nein. Nassschleifen reduziert die Staubbelastung, beseitigt sie aber nicht. Der entstehende Schlamm enthält weiterhin Kieselsäure und muss gesammelt werden. Eine Absaugung wird weiterhin empfohlen.
Welche Sept-Tools-Ausrüstung erfasst Quarzstaub?
Sept Tools Schleifer werden an einen Klasse-H-Sauger wie den IU33 Longopac mit kontinuierlichem Beutelsystem angeschlossen; je nach Maschine kann ein Adapter nötig sein (siehe Anleitungen).
Quellen

Welche Vorschriften gelten für kristalline Kieselsäure auf Baustellen?

Die Prävention von kristalliner Kieselsäure auf der Baustelle wird vom Arbeitsgesetzbuch geregelt. Offizielle Referenztexte und aktuelle Pflichten.

Sept Tools nennt diese Stellen und Programme nur zur Information. Ihre Erwahnung bedeutet keine Partnerschaft, Zugehorigkeit oder Befurwortung durch sie. Prufen Sie stets die aktuellen Bedingungen auf ihren offiziellen Websites.

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