Vorschriften zur kristallinen Kieselsäure auf Baustellen: was sich ändert
Aktuelle Pflichten zur kristallinen Kieselsäure im Baugewerbe: AGW-Werte, Absaugung Klasse H, Präventionsmaßnahmen und konforme Sept Tools Lösungen.
Kristalline Kieselsäure ist die häufigste Ursache für Berufskrankheiten auf Baustellen. Sie kommt in Beton, Granit, Sandstein und den meisten Mörteln vor und wird beim Schleifen, Meißeln und Sägen als atembare Feinstaubpartikel freigesetzt.
Die Vorschriften wurden in den letzten Jahren erheblich verscharft. Dieser Leitfaden fasst die aktuellen Pflichten und Präventionslösungen zusammen.
Kristalline Kieselsäure: eine unsichtbare Gefahr
Quarzfeinstaub misst weniger als 5 Mikrometer. Er dringt tief in die Lunge ein und verursacht langfristig Silikose: eine irreversible Lungenfibrose. Quarzfeinstaub ist zudem als karzinogen der Kategorie 1A eingestuft (IARC).
Beim Betonschleifen werden zwischen 0,5 und 5 mg/m³ atembare kristalline Kieselsäure freigesetzt, das 10- bis 100-fache des AGW.
Der aktuelle Rechtsrahmen
AGW: der Grenzwert
Der verbindliche Arbeitsplatzgrenzwert (AGW) für kristalline Kieselsäure (Quarz) betragt 0,05 mg/m³ über 8 Stunden. Dieser Wert gilt EU-weit seit der Richtlinie (EU) 2017/2398.
Pflichten des Arbeitgebers
- Gefährdungsbeurteilung: exponierte Arbeitsplatze identifizieren und Staubbelastung messen
- Substitution: stauberzeugende Verfahren ersetzen, wenn möglich
- Kollektiver Schutz: Quellenabsaugung, beluftete Einhausung, Nassverfahren
- Individueller Schutz: FFP3-Masken als Ergänzung (nie als Ersatz)
- Arbeitsmedizinische Vorsorge: verscharfte Überwachung für alle exponierten Beschaftigten
- Unterweisung: Information der Mitarbeiter über Risiken und Präventionsmaßnahmen
Quellenabsaugung: Klasse H erforderlich
Die Quellenabsaugung ist die wirksamste kollektive Schutzmaßnahme. Vorgeschrieben ist ein Sauger der Klasse H (EN 60335-2-69) mit einer Filtrationsrate von 99,995 % für Partikel über 0,3 Mikrometer.
Ein Sauger der Klasse M (99,9 %) ist für kristalline Kieselsäure nicht ausreichend.
Präventionslösungen auf der Baustelle
1. Trockenschleifen mit Absaugung Klasse H
Die gangigste und effektivste Methode. Der Schleifer ist über einen Schlauch mit dem Klasse-H-Sauger verbunden. Der Staub wird an der Quelle erfasst, bevor er sich in der Umgebungsluft verteilt.
Der Sept Tools IU33 Longopac ist ein Klasse-H-Sauger mit kontinuierlichem Longopac-Beutelsystem. Der Bediener beruht den Staub nie: Beutel zubinden, abschneiden, neuen abrollen.
2. Nassschleifen
Wasserschleifen bindet den Staub am Boden als Schlamm. Diese Methode reduziert die Staubbelastung erheblich, erzeugt jedoch flussige Abfalle.
3. Quellenerfassung (Haube, Absaugring)
Einige Schleifer integrieren einen Absaugring um den Teller, der die staubbeladene Luft zum Schlauch leitet.
Wirtschaftliche Auswirkungen
Nichtbeachtung setzt den Arbeitgeber folgenden Risiken aus: Baustellenstilllegung, Geldbuße, erhöhte BG-Beitrage und Schadenersatzanspruche von Beschaftigten mit Silikose.
Die Sept Tools Lösung
- Bürstenlose Schleifer: kompatibel mit Quellenabsaugung, 60 dB Geräuschpegel
- IU33 Longopac: Klasse-H-Sauger mit kontinuierlichem Beutelsystem
- IU40: kompakter HEPA H14 kompatibler Sauger für mobile Baustellen
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Häufig gestellte Fragen
Wie hoch ist der AGW für kristalline Kieselsäure?
Ist eine Absaugung der Klasse H beim Betonschleifen Pflicht?
Welche Strafen drohen bei Nichtbeachtung?
Befreit Nassschleifen von der Absaugungspflicht?
Wie hilft Sept Tools bei der Einhaltung der Vorschriften?
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