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Beton-Deckenschleifer: Gazelle, Flex Giraffe oder Hilti DG 150?

Bei Beton über Kopf treffen drei Lösungen aufeinander: die Sept Tools Gazelle mit der Fouine XB165 (bürstenlose Giraffe im Direktantrieb, auf einem Wagen mit Zahnstangenmast), der Flex GM 340 Wagen mit seiner GDE 10 Beton-Giraffe (entfernter Bürstenmotor und flexible drive shaft) und die handgeführte Hilti DG 150 mit ihrem DPC 20 Umrichter. Dieser Vergleich stellt sie Kriterium für Kriterium anhand von Herstellerdaten nebeneinander.

Vergleichstabelle

Die drei Betonlösungen auf einen Blick

Tabelle wischen, um die 3 Maschinen zu vergleichen

Vergleich der Sept Tools Gazelle mit Fouine XB165, der Flex GM 340 mit GDE 10 Giraffe und der Hilti DG 150 mit DPC 20 Umrichter
Kriterium Sept Tools Gazelle + Fouine XB165Flex GM 340 + GDE 10 GiraffeHilti DG 150 + DPC 20
Haupteinsatz Bürstenlose Beton-Giraffe auf einem Maschinenwagen mit Zahnstangenmast Diamant-Beton-Giraffe auf einem GM 340 Wagen Handgeführter Diamant-Betonschleifer + Umrichter
Zielmaterial Beton, Zementschleier, Beschichtungen (Diamantschleifen) Beton, Zementschleier (Diamantschleifen) Beton, Estrich, Entfernung dünner Beschichtungen (max. 3 mm)
Motor und Antrieb Bürstenlos im DIREKTANTRIEB am Kopf: keine Kohlebürsten, keine Antriebswelle ENTFERNTER Bürstenmotor + flexible drive shaft (flexible Antriebswelle, Flex-eigener Begriff) Betrieben über den obligatorischen externen DPC 20 Umrichter (kabelgebunden)
Drehzahl (U/min) 500 bis 4800, VARIABEL 5800 bis 8700 (Diamantkopf) oder 1700 bis 2500 (Pad-Kopf), variabel 4700 oder 6600 (2 feste Stufen)
Motorleistung 1600 W Nutzleistung, konstantes Drehmoment 1010 W Eingang / 590 W Ausgang 2100 W Eingang / 1500 W Ausgang (System)
Pad / Scheibe Diamant 165 mm Diamant 150 mm Diamant-Topfscheibe 150 mm
Maschinengewicht 7,6 kg (Fouine XB165 Kopf) 3,6 kg (Giraffe ohne Schleifkopf) 4,1 kg (+ 3,4 kg für den DPC 20 = 7,5 kg System)
Vom Bediener getragenes Gewicht Nahezu null: der Gazelle-Wagen trägt die Maschine Ebenfalls nahezu null: der Gazelle-Wagen trägt auch die Flex-Giraffe (oder ihr GM 340 Wagen) 4,1 kg von Hand, dazu der DPC 20 Kasten, der über den Boden gezogen wird
Arbeitshöhenverstellung (Wagen) Zahnstangenmast: Handkurbel, einhändige Verstellung, präzise MANUELLER Mast: Losschrauben, Mast von Hand anheben, zum Feststellen wieder festziehen Nicht zutreffend (handgeführte Maschine)
Hand-Arm-Vibration 0,35 m/s2 (Referenzwert Vergleichsmaschine) Unter 2,5 m/s2 (EN 60745) 5,8 m/s2
Geräuschpegel 60 dB (Bedienerposition) 73,6 dB(A) Schalldruck / 84,6 dB(A) Schallleistung 88 dB(A) Schalldruck / 99 dB(A) Schallleistung
Staubabsaugung Klasse H an der Quelle (IU33 Longopac Sauger) Ø28 mm Anschluss (Saugerklasse nicht angegeben) Absaughaube + obligatorischer Industriesauger
Externer Umrichter IP65 Elektroniksteuerung (kein großer Kasten auf dem Boden) Kein externes Gerät: die Drehzahlelektronik sitzt im Maschinenkörper (Bürstenmotor mit variabler Drehzahl) DPC 20 obligatorisch, steht auf dem Boden, kabelgebunden
Schutzart IP65 (Hochdruckreinigung möglich) Nicht angegeben Nicht angegeben (Motor Klasse II)
Motorlebensdauer Bis zu 20 000 h (bürstenlos, keine Kohlebürsten) Bürstenmotor: Bürsten als Verschleißteil zu ersetzen Nicht angegeben
Garantie 24 Monate Nicht angegeben (Produktseite) Nicht angegeben (Produktseite)
Herstellungsland Roanne, Frankreich Chervon-Gruppe (China), Marke deutschen Ursprungs Liechtenstein (Marke Hilti)

Wettbewerberdaten aus öffentlichen Herstellerseiten und Dokumentationen (Quellen am Ende der Seite). Sept-Tools-Daten aus den Produktdatenblättern. Zellen mit "Nicht veröffentlicht" kennzeichnen einen Wert, den der Hersteller nicht angibt: er wird nicht erfunden. Die Werte 60 dB und 0,35 m/s2 sind Positionierungs-Referenzwerte, gemessen an Vergleichsmaschinen.

Direktantrieb oder entfernter Motor: was über die Lebensdauer entscheidet

Das ist der Unterschied, den man nicht sieht, und der über die Lebensdauer entscheidet. Die Flex Beton-Giraffe (GDE 10, wie auch die GE 5 R und GE 7) hat den Motor im Gehäuse der Maschine untergebracht und treibt den Kopf über eine flexible drive shaft an, ein Begriff, den Flex selbst so nennt ("flexible drive shaft"). Dieser Motor ist ein Universal-Bürstenmotor, dessen Bürsten Verschleißteile sind. Die Sept Tools Fouine macht das Gegenteil: ein bürstenloser Motor, im Direktantrieb am Kopf montiert, ohne Kohlebürsten und ohne Antriebswelle. Zwei Verschleißpunkte weniger (die flexible Welle und die Bürsten), genau dort, wo intensiver Betoneinsatz eine Maschine auf die Probe stellt. Darauf beruht auch die bürstenlose Lebensdauer von bis zu 20 000 Stunden.

Beton oder Gipskarton: die GE 5 R nicht mit einer Beton-Giraffe vergleichen

Viele Interessenten vergleichen die Gazelle mit der Flex GE 5 R, weil die Silhouette des Wagens ähnlich aussieht. Das ist eine Verwechslung: die GE 5 R (500 W, 1100 bis 1650 U/min, 225 mm Klettpapierpad) ist ein Trockenbauschleifer für Gipskarton, Spachtelmasse und Farbe, und sie schleift keinen Beton. Die echte Flex Beton-Giraffe ist die GDE 10, mit 150 mm Diamantscheibe, die hier verwendet wird. Bei Beton ist der ehrliche Vergleich daher Gazelle + Fouine gegen GM 340 + GDE 10, und gegen die Hilti DG 150.

Höhenverstellung: Kurbel gegen manuellen Mast

An einer Decke wird die Arbeitshöhe ständig angepasst. Der Gazelle-Wagen hat einen Zahnstangenmast: eine Kurbel drehen und die exakte Höhe einstellen, einhändig, sogar mitten im Arbeitsgang. Der Flex GM 340 Wagen hat einen manuellen Mast: losschrauben, den Mast von Hand auf Armlänge anheben, dann zum Feststellen wieder festziehen. Über einen Arbeitstag zählt dieser ergonomische Unterschied ebenso viel wie die technischen Daten. Die Gazelle bietet zudem ein LED-Licht, und ihr Träger kann mit einem Kettenlaufwerk elektrisch werden (Gazellomur).

Drehzahl: ein durchgängig variabler Bereich

Die Fouine läuft von 500 bis 4800 U/min stufenlos variabel, sodass sich Feinschliff und starker Materialabtrag mit einer einzigen Maschine kombinieren lassen. Die Flex GDE 10 Giraffe ist variabel, aber nach Werkzeugbereich (1700 bis 2500 U/min am Pad, 5800 bis 8700 U/min am Diamantkopf). Die Hilti DG 150 hat nur zwei feste Stufen (4700 und 6600 U/min). Bei ähnlichem Scheibendurchmesser (150 bis 165 mm) ist es vor allem die Breite des einstellbaren Bereichs, die die Fouine auszeichnet, nicht die Höchstdrehzahl. Entscheidend: das Drehmoment bleibt über den gesamten Bereich konstant, die Fouine liefert bei 500 U/min genauso viel Drehmoment wie bei 4800 U/min. Man kann bei niedriger Drehzahl arbeiten, etwa bei dekorativem Beton oder kontrolliertem Finish, ohne an Leistung zu verlieren, während ein Bürstenmotor bei niedriger Drehzahl schwächer wird und eine Maschine mit fester Drehzahl gar nicht langsamer werden kann.

Platzbedarf: mit oder ohne Umrichter auf dem Boden

Die Hilti DG 150 funktioniert nur mit ihrem DPC 20 Umrichter: der Kopf wiegt 4,1 kg, aber dazu wird dieser 3,4 kg schwere Kasten mitgezogen, der auf dem Boden steht und kabelgebunden ist, ein 7,5 kg System. Die Flex Giraffe integriert ihre Elektronik. Die Fouine verwendet eine IP65 Steuerung ohne sperrigen Kasten am Arbeitsplatz. An einer Decke bedeuten weniger Kabel und Kästen auf dem Boden weniger Hindernisse.

Quarzstaubabsaugung: welcher Schutz?

Beim Betonschleifen entsteht kristalliner Quarzstaub, daher ist die Absaugung an der Quelle unerlässlich. Sept Tools kombiniert seine Maschinen mit einem Sauger der Klasse H (IU33 Longopac, HEPA-H13-Filterung, kontinuierliche versiegelte Beutelung): ein UKAS-akkreditiertes Labor maß 0,02 f/ml auf einer NHS-Krankenhausbaustelle. Der Hilti DG 150 benötigt eine Absaughaube, die an einen Industriesauger angeschlossen ist, die Flex Giraffe einen Ø28 mm Anschluss. In allen drei Fällen hängt die Leistung vom angeschlossenen Sauger ab.

In aller Ehrlichkeit

Was Flex und Hilti sehr gut machen

  • +Die Flex GDE 10 Giraffe ist am Kopf leicht (3,6 kg ohne Schleifkopf) und erreicht am Diamantkopf eine sehr hohe Drehzahl (bis zu 8700 U/min), mit einer gut ausgereiften integrierten Drehzahlregelung.
  • +Die Hilti DG 150 ist ein robuster, gut dokumentierter Diamant-Betonschleifer, der vom Hilti-Service- und Vermietnetzwerk unterstützt wird und sich für punktuelles Schleifen und Nacharbeiten eignet.
  • +Für Gipskarton- und Spachtelfinish bleibt die Flex GE 5 R Trockenbau-Giraffe leichter und ist in ihrem Element. Auf diesem Terrain geht es nicht um Beton.
Der Sept-Tools-Ansatz

Warum sich Betonprofis für die Gazelle entscheiden

  • 1.Bürstenloser Direktantrieb: keine flexible drive shaft und keine Kohlebürsten zum Austauschen, anders als bei der Flex Giraffe. Weniger Verschleißteile, eine Lebensdauer von bis zu 20 000 h, ausgelegt für intensiven Betoneinsatz.
  • 2.Der Gazelle-Wagen trägt die Maschine und wird per Kurbel verstellt (Zahnstangenmast), während der Flex GM 340 einen manuellen Mast erfordert, der losgeschraubt und wieder festgezogen werden muss. Ein körperschonendes Design, bestätigt durch die Distrimo-Studie (minus 56 Prozent Unterarmvibration).
  • 3.Absaugung der Klasse H an der Quelle, gemessen mit 0,02 f/ml durch ein UKAS-Labor auf einer NHS-Krankenhausbaustelle: Quarzstaub unter Kontrolle.
  • 4.IP65 Steuerung ohne sperrigen Umrichter auf dem Boden (anders als bei der Kombination Hilti DG 150 + DPC 20), 60 dB, entwickelt und montiert in Roanne mit nationalem Service und Ersatzteilen auf Lager, 24 Monate Garantie.
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Quellen

Wettbewerber-Herstellerdaten abgerufen am 12. Juli 2026. Sept-Tools-Daten aus den Produktdatenblättern des Katalogs.

  • Flex GDE 10 Beton-Giraffe (Set Turbo-Jet), technische Daten und "flexible drive shaft": flex-tools.com (1010 W, 150 mm Scheibe, 5800 bis 8700 U/min Diamantkopf, flexible drive shaft).
  • Flex GM 340 Wagen (manueller Mast, kompatible Giraffen) und GE 5 R Trockenbau-Giraffe (500 W, 1100 bis 1650 U/min, 225 mm Pad): flex-tools.com.
  • Hilti DG 150 + DPC 20 Umrichter, Herstellerhandbuch: hilti.com (2100 W / 1500 W Ausgang, 150 mm Scheibe, 4700 und 6600 U/min, Vibration 5,8 m/s2, 88 dB(A), Gewicht 4,1 kg + DPC 20 3,4 kg).
  • Sept Tools Gazelle Premium, Fouine XB165, IU33 Longopac: Produktdatenblätter auf sept-tools.com.
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